23.04.
19:00 | IHK Nürnberg für Mittelfranken
Omotenashi: der Geist des japanischen Bedienens

Seit 1500 Jahren gibt es in Japan ein Fest, das jeden Tag, ununterbrochen ohne Lücke, zelebriert wird.
Dieses Fest heißt Higoto-asayu-omike-sai und findet zwei Mal pro Tag im Ise-Schrein statt. Man kocht dort mit den von den heiligen Feldern geernteten Lebensmitteln, und bedient mit täglichen Mahlzeiten die höchste Göttin Amaterasu.
Das japanische Bedienen Omotenashi, das ist die japanische Religiosität, das ist der Geist des Japaners.
Wenn man in Japan beim Besuch einer älteren Person etwas schenken will, tritt man ins Haus mit dem Gruß „Das würde ich Ihnen gerne schenken, wobei das so ein langweiliges Ding ist“.
Rätselhaft? Ja, aber es versteckt sich hinter dieser rätselhaften Aussage eine wahre Höflichkeit und man erweist dadurch der Person Respekt.
Japaner versuchen durch diesen formalen Satz ihren „Bedienungsgeist“ zu aktivieren.

Was bedeutet für Japaner „Bedienen“?
Welchen Sinn fühlen Japaner, wenn sie bedienen?

Wenn man die Antwort auf diese Fragen präzise herausfindet, kann man erkennen, dass Japaner durch ihre eigenartige Religiosität Melancholie und Vergänglichkeit des Lebens versuchen zu erhalten, und aktiv in einer Verbundenheit mit Menschen, Natur und Göttern leben. Darüber hinaus kann man wohl einsehen, wie man im Leben Nihilismus und Pessimismus vermeiden könnte, und das eigene Leben an Glückseligkeit orientieren und gestalten könnte.

Diese und noch viel mehr Aspekte des „Omotenashi“ wird Herr Takuro Okada anhand von Beispielen in seinem Vortrag vorstellen. Weitere Infos hier.

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